RELIEF UND KLIMA

Relief

Relief

Das Relief der Gemeinde Stara Pazova entstand durch die Einwirkung tektonischer Bewegungen und exogener Kräfte. Das gemeinsame Einwirken aller erwähnten geomorphologischen Faktoren führte dazu, daß drei Reliefeinheiten entstanden sind: Die Lössebene, die Lössterrasse sowie die Alluvialebene. Die Lössebene ist klar getrennt von der Alluvialebene der Donau. Zum Wesen hin nimmt sie klar ab und geht ohne erkennbare Grenzen in die Lössterrasse über. Diese umfasst den südwestlichen Teil der Gemeinde, eine Abtrennunng zur Lössebene ist kaum erkennbar. In ihren südlichen Teilen sind häufige fossile Verläufe, bedeckt mit Lössablagerungen. Die Alluvialebene der Donau nimmt einen schmalen Landstreifen im Osten ein und befindet sich zwischem dem Flußbett und der hohen Lössebene, zu der auch drei Flußinseln zählen.

Klima

Klima

Die Gemeinde Stara Pazova hat ein mäßiges Kontinentalklima mit klar ausgeprägten Jahreszeiten und mit großen Temperaturschwankungen. Die Sommer sind heiß und vorwiegend trocken, die Winter kalt mit Schnee, Frühling und Herbst sind mäßig warm und mit viel Niederschlag. Der kälteste Monat, mit den niedrigsten Temperaturen ist der Januar, der Durchschnitt liegt bei -1°C. Der wärmste Monat im Jahr ist der Juli mit durchschnittlichen Temeraturen um die 21.6°C.

FLORA UND FAUNA

Flora und Fauna

In der Gemeinde Stara Pazova nimmt die natürliche Vegetation nur eine geringfügige Fläche ein. Die häufigsten Gehölze in unserer Gegend sind: Ahorn, Ulme, Akazie, Birke, Holunder, Weide, Linde und Pappel. Die Waldflächen umfassen lediglich 4 km2, während Wiesen, Sand- und Sumpfvegetationen fast 8 km2 einnehmen. Die freiwachsenden Oberflächen umfassen die Alluvial – ebene der Donau, die Lössebene und Lössterrasse. Die freiwachsenden Gewächse der alluvialen Ebenen bestehen vorwiegend aus Wäldern mit Weiden und Pappeln, während die tiefliegenden Flächen hauptsächlich mit Akazienbäumen und Weiden bewachsen sind. Auf den Territorium von Stara Pazova gibt es nur ein geschütztes Naturdenkmal. Dabei handelt es sich um den beeindruckenden Baum einer Weisspappel, der ein außergewöhnlich schönes Exemplar seiner Art darstellt. Dieses natürliche Denkmal einer Weisspappel befindet sich an der regionalen Strasse R-106, zwischen Stara Pazova und Stari Banovci. Die Tierwelt ist ziemlich übersehbar vertreten, da die bescheidene Bewachsung dem Wildbestand und anderen Tierarten nicht die erforderlichen natürlichen Voraussetzungen bietet. Finden kann man lediglich Hasen, Rehe und Fasane, weniger in Nähe von Straßen, häufiger auf Ackerland und der alluvialen Donauebene.

DONAU

Donau

Nach der Wolga ist die Donau der längste Fluß Europas, er belegt den 33 Platz in der Welt. Ursprung der Donau ist eine Bergquelle im Schwarzwald im Südwesten Deutschlands, dort fließen die Brigach und Breg bei Donaueschingen zusammen. Sie fließt oder grenzt an zehn Staaten dies sind: Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Moldawien und die Ukraine. Die Länge der Donau beträgt vom Ursprung bis zu ihrer Mündung ins Schwarze Meer 2850 km. Die Donau ist ein wichtiger Transportweg und der sogenannte Korridor VII. Durch Serbien beträgt die Gesamtlänge der Donau 588 km, von Bezdana bis Prahova und sie ist auf der gesamten Strecke befahrbar. Die Donau fließt durch 22 Städte und Gemeinden in Serbien und auf diesem Gebiet leben fast eine Million Einwohner unseres Landes. Unsere Donauregion umfaßt vier Orte die dem Verlauf des Flusses folgen. Aus der Richting von Novi Sad sind dies Surduk, Belegiš, Stari Banovci und Novi Banovci. Das Donauufer ist größtenteils unberührt und authentisch, mit lebhaften Landschaften, Lössgebieten, Flußärmeln und Inseln, Restaurantes, Stränden und bietet alle Möglichkeiten die Vorteile und Schönheiten dieses herrlichen Flußes zu geniesen.

ARCHÄOLOGISCHE STÄTTEN

Ansiedlungen in der Antike und im frühen Mittelalter

Archäologische Stätten

In den Aufzeichnungen des Archäologen Dr Dušan Popović aus dem Jahre 1994 ist angegeben, daß die größten Ruinen an der Donau in Surduk, Belegiš und Novi Banovci zu finden waren, die sich später in keltische Siedlungen und römische Burgen entwickelten. Auf dem Territorium von Stara Pazova waren diese Siedlungen in den Donauniederungen zu finden, auf Lokalitäten in Belegiš (Gradina oder Purger), Surduk (Gradina) und Stari Banovci (Beli breg). Die Periode der Vorgeschichte wurde Mitte des 1. Jahrhunderts vor Christus mit dem Einzug der Römer beendet. Anfangs waren die Interessen der Römer ausschließlich von militärstrategischem Charakter. Ab dem 3. und 4. Jahrhundert nach Christus errichteten die Römer neben militärischen Einrichtungen ganze Städte, Straßen, Kanäle zur Landgewinnung, Brücken. Sie befaßten sich vorwiegend mit der Landwirtschaft, sie bauten Weinreben an und errichteten Heilbäder und Kurorte. Um die nördlichen Grenzen des Reiches zu sichern und zur Stärkung ihrer Position entlang der Provinz Panonija, errichtete man im sremischen Teil Festungen die sie vor Überfällen der Barbaren schützen sollten. So wurden am rechten Donauufer auf dem Gebiet Stara Pazova folgende römische Städte erbaut: Burgenae (Novi Banovci) und Rittium (Surduk). Beide Orte waren wichtige Verteidigungspunkte am Donaulimes.